Gute Öle, gute Balance

Ernährungswissen vom Goldenen Berg

Startseite

Öle begleiten den Menschen seit jeher. In der Küche, in der Heilkunde, in Ritualen. Sie tragen Geschmack und den Duft von Pflanzen, Samen oder Früchten in sich. Ein Löffel Leinöl über warmem Gemüse. Olivenöl auf frischem Brot. Walnussöl über einem einfachen Salat. Der Körper nimmt es auf. Zelle für Zelle.

Doch welches Öl passt zu einer bewussten, ausgewogenen Ernährung? Im Supermarkt stehen Rapsöl, Leinöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl dicht nebeneinander. Die Auswahl ist groß. Die Verunsicherung manchmal auch.

Auf einen Blick


·       Nicht ein Öl ist "das Richtige" – entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Öle

·       Sonnenblumenöl ist besser als sein Ruf, wenn es hochwertig ist und nicht allein verwendet wird

·       Ein Verhältnis von etwa 5:1 zwischen Omega-6 und Omega-3 wird häufig empfohlen

·       Leinöl ist eine gute pflanzliche Quelle für Omega-3

·       Qualität schlägt Menge: kaltgepresst und naturbelassen statt stark raffiniert

Sonnenblumenöl ist besser als sein Ruf


Lange hieß es: Omega-6 sei kritisch zu sehen. Deshalb wurde Sonnenblumenöl, das viel Omega-6 enthält, oft zurückhaltend beurteilt. Heute zeigt sich ein differenzierteres Bild. In vielen Untersuchungen wirken pflanzliche Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure neutral, teilweise sogar günstig.

Der Körper arbeitet feiner, als einfache Regeln vermuten lassen. Omega-6-Fettsäuren spielen eine Rolle für Zellmembranen, Haut, Immunsystem und viele Stoffwechselprozesse. Ein kleiner Teil der Linolsäure wird zwar in Arachidonsäure umgewandelt, die an Entzündungsprozessen beteiligt sein kann. Gleichzeitig entstehen aus Linolsäure aber auch Stoffe, die regulierend wirken können. Die Wissenschaft rät daher eher zu Balance als zu Verzicht.

Auf das Zusammenspiel kommt es an


Wesentlich ist nicht, ein einzelnes Öl zu meiden oder nur Eines zu verwenden. Wesentlich ist das Zusammenspiel. Auch Omega-3-Fettsäuren sind für den Körper wertvoll, besonders für Herz, Gefäße und entzündungsbezogene Prozesse. Häufig wird ein Verhältnis von etwa 5:1 zwischen Omega-6 und Omega-3 empfohlen. Leinöl ist für Omega-3-Fettsäuren eine gute pflanzliche Quelle. Schon ein kleiner Löffel am Tag kann die Ernährung sinnvoll ergänzen. Am besten kalt, über Gemüse, Kartoffel oder Salat.

Auch Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl und hochwertige Nussöle haben ihren Platz und Sonnenblumenöl muss nicht aus der Küche verschwinden, wenn es von guter Qualität ist und nicht allein verwendet wird. Wechseln Sie Ihre Öle ab. So bekommt der Körper verschiedene Fettsäuren und Pflanzenstoffe. Vielfalt nährt.

Qualität macht den Unterschied


Achten Sie auf Qualität. Kaltgepresste, naturbelassene Öle bringen mehr von dem mit, was Pflanzen wertvoll macht. Stark raffinierte Öle, gehärtete Fette und industrielle Backfette sind kritischer zu sehen. Sie stecken häufig in Fertigprodukten, Backwaren oder billiger Margarine.

In der Küche darf es einfach bleiben. Leinöl bleibt kalt. Olivenöl begleitet Salate, Gemüse und sanftes Garen. Rapsöl eignet sich gut für die warme Küche. Walnussöl passt zu Blattsalaten, Wurzelgemüse oder einem genussvollen Abendbrot. Sonnenblumenöl darf gelegentlich dazu kommen, wenn es hochwertig ist und zum Gericht passt.

So denken wir am Goldenen Berg


Diese Balance ist auch die Grundlage unserer Plant-based Alpine Cuisine. Küchenchef Theodoros Alexis und sein Team legen in der Küche großen Wert auf regionale, saisonale Produkte und auf Öle, die zum jeweiligen Gericht passen – nicht auf ein einzelnes „Superfood“. Wo immer möglich, greifen wir dabei zu hochwertigen Bio-Ölen.

Schon am Morgen stehen sie zu den Gemüsesäften und am Frühstücksbuffet bereit. Sie begleiten unsere Salate und veganen Gerichte und können am Abend am Salatbuffet ganz nach Geschmack gewählt werden. Für uns ist das kein Trend, sondern gelebte Überzeugung: Gute Zutaten, mit Sorgfalt kombiniert, nähren Körper und Geist gleichermaßen.

Zusammenfassend bedeutet dies: Gute Öle sind keine Medizin. Aber sie sind tägliche Begleiter. Ein Löffel hier, ein wenig Glanz dort, ein feiner Geschmack auf dem Teller. Wer pflanzliche Öle bewusst auswählt, sie abwechselt und auf Qualität achtet, tut sich selbst etwas Gutes. Nicht durch Verzicht. Sondern durch Balance.